Das GANZE von Dir beschriebene Szenario erinnert in jedem Punkt an das meines ersten Pils.... und das ist ein gutes, lecker Bier geworden 
Folgendes:
In der Anleitung der Bierkits von Cooper´s steht, daß zwar die ideale Temperatur für das Einbringen der Hefe bei 24°C liegt, daß es aber wichtiger ist, die Hefe so früh wie möglich in die Würze zu bringen um Fremdorganismen keine Chance zu lassen.
Die Hautrisiko-Zone ist der Bereich zwischen 40°C und 20°C.
Die Hefe im allgemeinen ist ab ca. 32°C abwärts lebensfähig. Deshalb empfiehlt Coopers das Einbringen bei ca. 32°C. Die Hefe sei dann zunächst zwar nicht so vital und benötige Etwas länger um in Fahrt zu kommen, dafür verhindere man dadurch aber eventuelle Kontamination mit Fremdorganismen.
Diesbezüglich hast Du also Nichts falsch gemacht.
Was das von Dir beschriebene, augenscheinliche Fehlen der Aktvität betrifft.
Die Hauptgärung findet innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Einbringen der Hefe statt. Wenn Du während der ersten 24 Stunden den Deckel aber nur lose aufliegen läßt, entweicht die produzierte Kohlensäure ungebremst. Verschließt Du dann den Gäreimer nach 24 Stunden fest mit dem Deckel und setzt das Gärröhrchen ein, ist der agressive Teil der Hauptgärung schon Vergangenheit und das, was jetzt noch an Kohlensäure produziert wird, ist erheblich weniger.
Kommt dann noch dazu - wie bei meinem Gärröhrchen auch - daß die Dichtung in welcher das Röhrchen sitzt, nicht absolut dicht schließt, entweicht die Kohlensäure aufgrund des fehlenden Gegendruckes durch diese Undichtigkeit und nicht durch das Gärröhrchen wo ja ein Gegendruck durch das darin stehende Wasser besteht.
Ich habe den Teil der Brauanleitung bezüglich des zunächst nur lose aufgelegten Deckels bislang nur in der Brauanleitung von brauen.de gefunden. In allen anderen Quellen wird davon gesprochen, den Eimer so früh wie möglich fest zu verschließen um Kontamination aus der Luft zu vermeiden.
Ich persönlich habe auf Empfehlung eines befreundeten erfahrenen Hobbybrauers den Deckel bei meinem zweiten Bier (Irish Stout) unmittelbar nach dem Einbringen der Hefe fest verschlossen. Daß ich trotzdem Nichts vom Blubbern mitbekam, hat er mir mit ein Wenig Wasser als Undichtigkeit nachgewiesen. Er tropfte Wasser auf die Dichtung des Gärröhrchens und es waren sofort kleine Bläschen zu sehen.
Das bedeutet, daß Du wahrscheinlich Nichts falsch gemacht hast und die Hauptgärung nur nicht so heftig beobachtet hast, wie sie es in einem dichten, rechtzeitig geschlossenem System zu beobachten ist.
Solange Du sehen kannst, daß aus Deinem Bier immer wieder kleine Bläschen nach oben steigen, ist sicher gestellt, daß die Hefe arbeitet und Du auf dem Weg zu einem guten Bier bist.