Klar kannst Du das

Laß sie im Kühlschrank stehen bis Dein nächster Sud soweit abgekühlt ist, daß Du davon ausgehen kannst, daß Du in den nächsten zwei Stunden die Hefe einbringen kannst.
Dann nimm ein mit ausgekochtem Wasser gespültes Gefäßt und fülle eine Kelle Deiner Würze in dieses.
Nun nimmst Du die Hefe aus dem Kühlschrank und kippst vorsichtig eventuell drauf stehende Flüßigkeit weg und läßt sie dann stehen um Temperatur zu gewinnen, während die kleine Würzemenge sich abkühlt.
Du musst also nur die graue Hefemasse verwenden. Die bringst Du jetzt einfach in die auf Anstelltemperatur abgekühlte Würze im Gefäß. Dann etwas Alufolie drauf zum Schutz und abwarten.
Wenn die Würze im Gärbehälter dann auf Anstelltemperatur ist (OG 27-30°C / UG 14-20°C) rührst Du die Würze kräftig um und schüttest die - hoffentlich - inzwischen wieder quicklebendige Hefe rein. Ob die Hefe wieder aufgewacht ist, siehst Du daran, daß in dem kleinen Gefäß Gäraktivität ist.
Noch ein Tip zum Hefe-Ernten (Strippen). Wenn Du die Hefe aus dem Sud abfüllst, gib ihr eine Tasse vom Jungbier mit bevor Du sie in den Kühlschrank stellst. Dann hat sie Etwas zu futtern und wird durch das auf ihr liegende Jungbier vor Fremdaromen und Oxidation geschützt. Wichtig.... das Gefäß nicht fest verschließen, am besten mit Alufolie weil die Hefe noch eine Weile arbeitet, ehe sie einschläft.
Und letzter Tip: Die Hefe sollte natürlich zum geplanten Bier passen. Wenn Du vom letzten Weizenbier die Hefe in ein zB. Pils einbringst, wirst Du nicht viel Pils erhalten, sondern ein Weizenbier. Gerade bei Weizenhefen ist das sehr durchschlagend
