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Autor Thema: Eiweis während der gärung!!  (Gelesen 1618 mal)
fischstaebchen
Brau-Anfänger
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Beiträge: 3


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« am: August 29, 2011, 04:36:28 »

Hallo miteinander,

Letzten samstag habe ich aus einer fertigen malzmischung ein Kölsch gebraut!!
Da mir ein unwissender freund geholfen hat sind mir 2 fehler unterlaufen!!
1. wollte ich wissen wieviel malz in dem set vorhanden wahr??
2. Haben wir den ganzen brausud nicht umgeschöpft sondern samt eiweis in den gäreimer geleert.
Jetz wäre es nett wenn mir wer sagen könnte ob es für den geschmack gärprozess oder sonst welche auswirkungen auf das bier hatt?Huch

Danke
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Brauen.de
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Brauprofi
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Beiträge: 179



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« Antworten #1 am: August 31, 2011, 06:28:58 »

Hallo,

in einer Malzmischung sind 4,5kg Malz enthalten.
Der einzige Nachteil den du hast weil Ihr das Eiweiß nicht abgeschöpft habt ist das das Bier etwas drüber werden könnte. Ansonsten sollte es keinen Einfluss auf den Gärungsprozess haben.
Ich hoffe es hilft dir.

mit freundlichen Grüßen
Doreen Tunger
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TrashHunter
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« Antworten #2 am: September 01, 2011, 01:20:34 »

Du wirst, wie Doreen schon gesagt hat, eine etwas stärkere Trübung im Bier haben und Dich darüber hinaus auf sehr kräftige, cremige Schaumkronen im Glas einstellen dürfen. Weil es das Eiweiß im Bier ist, welches von der Kohlensäure ausgelöst und zum Schäumen "benutzt" wird.

Ein kleiner Tip:
Wenn Du die Würze gekocht hast - unabhängig ob Du sie extra mit einem Würzekühler kühlst, oder nicht - erzeuge vor dem Umschlauchen in den Gäreimer einen Whirlpool.
Daz wartest Du, bis die Konvektionsströme - das ständige Aufsteigen und wieder Absinken des Eiweiß und des Hopfens in den verschiedenen Temperaturzonen der Würze - aufhören.
Dann rührst Du die Würze im Uhrzeigersinn kräftig um.
Wie in einer Teetasse die Teeblätter werden alle Feststoffe wie Hopfen und Eiweiß in der Mitte des Bodens der Würzpfanne zu einem Kegel abgelagert.
Wenn Du dann möglichst nahe am Boden vom Rand der Würzpfanne her die Würze absaugst, bekommst Du diese - mit eine wenig Übung - nahzu ohne Feststoffe (Hopfen und Eiweiß) aus der Würzpfanne in den Gärbehälter.  Zwinkernd
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Biertrinker aus Leidenschaft. Wird Zeit, es selbst zu machen um neue Horizonte zu erreichen.
Meine andere "Genuß-Leidenschaft" ist Whiskey.
Zwickel
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« Antworten #3 am: Mrz 07, 2012, 08:42:14 »

Der Thread ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich denke, daß weitere Hobbybrauer an diesem Thema interessiert sind, oder sich hier Rat holen und nicht einem Irrglauben aufsitzen sollen.

Eiweiss abschöpfen ist kein Thema, weil man das nicht braucht. In keiner Brauerei wird Eiwess abgeschöpft.
Warum: Wenn der Sud zu kochen beginnt, koaguliert das Eiweiss zu grossen Fladen welche kurz danach wieder in kleinere Fragmente zerfallen, aber immernoch so groß sind, daß sie beim späteren Whirlpool ausfallen.

Innerhalb der ersten 10min. Kochbeginn kommt es zum sogen. Würzebruch, das ist nichts weiter als das Gerinnen des Eiweisses zu grossen Fladen und es eliminiert sich dadurch vonselbst.

Deshalb soll die erste Gabe des Bitterhopfens erst nach 10min. Kochbeginn gegeben werden, damit der Eiweissbruch nich zuviel des Hopfens binden kann.

Gruß
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